Abfallwirtschaftskonzepte

Das Abfallwirtschaftsgesetz 2002 (AWG) BGBl I Nr. 102, das mit 2. November 2002 in Kraft getreten ist, legte Grundsätze für die Abfallvermeidung, Abfallverwertung und Abfallentsorgung fest. Ziel der gesetzlichen Verpflichtung ist es den Abfallerzeugern ein internes Kontroll- und Planungsinstrument für die betriebliche Abfallwirtschaft an die Hand zu geben.

Um die Umsetzung im Betrieb zu dokumentieren, haben Unternehmen (Betriebsinhaber) die Pflicht gemäß §10 Abs.1-5 Abfallwirtschaftsgesetz (AWG) regelmäßig unter den nachfolgenden Voraussetzungen ein Abfallwirtschaftskonzept (AWK) zu erstellen.

 

Was ist ein Abfallwirtschaftskonzept (AWK)?

  • Gibt Auskunft über Art, Menge, Herkunft und Verbleib der beim Betrieb der Anlage anfallenden Abfälle.
  • Zeigt, welche organisatorischen Maßnahmen und Vorkehrungen zur Erfüllung der abfallwirtschaftlichen Ziele (Vermeidung, Verwertung, Entsorgung) bereits gesetzt wurden bzw. künftig gesetzt werden sollen.
  • Ist ein Instrument der betrieblichen Abfallvermeidung.
  • Liefert sowohl dem Unternehmen als auch der Behörde wichtige Informationen und ein umfassendes Bild zum Thema "Abfall im Betrieb".

 

Wann muss ein AWK erstellt werden?

  • Bei Errichtung, Inbetriebnahme oder Änderung von Anlagen.
  • Bei Anlagen, bei deren Betrieb Abfälle anfallen und in denen mehr als 20 ArbeitnehmerInnen beschäftigt sind.
  • AWK hat innerhalb von 12 Monaten nach Aufnahme des Betriebes oder nach Aufnahme der 21. ArbeitnehmerIn vorzuliegen.
  • Das Abfallwirtschaftskonzept ist auf Verlangen der Behörde vorzulegen. Die Behörde hat die Verbesserung des AWK mit Bescheid aufzutragen, wenn das AWK unvollständig ist.
  • Das AWK ist bei wesentlichen abfallrelevanten Änderungen der Anlage(n) mindestens jedoch alle 5 Jahre zur Aktualisierung fortzuschreiben.
  • Kein AWK ist folgende Anlagen vorgeschrieben:
    - Anlagen von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben ohne wasserrechtliche Bewilligung.
    - Anlagen, deren Abfall nach Art und Menge einem privaten Haushalt entspricht.

 

Was hat ein AWK zu enthalten?

  • Angaben über Branche und Zweck der Anlage und eine Auflistung sämtlicher Anlagenteile.
  • Eine verfahrensbezogene Darstellung des Betriebs.
  • Eine abfallrelevante Darstellung des Betriebs.
  • Organisatorische Vorkehrungen zur Einhaltung abfallwirtschaftlicher Rechtsvorschriften und eine Abschätzung der zukünftigen Entwicklung.

Durch die Erstellung eines Abfallwirtschaftskonzeptes soll ein Bewusstsein für Abfallwirtschaft geschaffen und Schwachstellen der betrieblichen Abfallwirtschaft aufgezeigt werden. Auf diesem Weg könne Vermeidungs- und Verwertungspotentiale aufgedeckt und in vielen Fällen die Entsorgungskosten reduziert werden.

Die Erstellung eines Abfallwirtschaftskonzeptes soll nicht als lästige Pflicht eines Anlagenbetreibers gesehen werden, sondern als wichtiges Controllinginstrument für den Bereich Abfall in Bezug auf Menge, Kosten und der eingesetzten Technologien.

Mit dem In-Kraft-Treten des AWG 2002 hat der qualifizierte Abfallbeauftragte, den Betriebe mit mehr als 100 Arbeitnehmern bestellen müssen (§ 11. Abs. 1-4), im Zuge der Erstellung oder Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzeptes zusätzlich die Kosten der Abfallbehandlung und die Erlöse der Altstoffe dem Betriebsinhaber aufzuzeichnen. Diese betriebswirtschaftliche Darstellung findet jedoch nicht Eingang in das Abfallwirtschaftskonzept. Sie ist jedoch dem Betriebsinhaber vorzulegen.

 

Unsere Leistungen

Die erfahrenen Sicherheitsfachkräfte der WINTER MANAGEMENT CONSULTING GmbH übernehmen die Erstellung eines Abfallwirtschaftskonzeptes (AWK) für alle Standorte Ihres Unternehmens und unterstützen Sie durch Jahrzehnte lange Erfahrung im Bereich Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz.

Für nähere Informationen zu unseren Leistungen in diesem Bereich kontaktieren Sie bitte den Ansprechpartner der WINTER MANAGEMENT CONSULTING GmbH per E-Mail office@winter-m-consulting.at oder telefonisch unter folgender Nummer: +43 (3858) 3848-11.