Managementsysteme im Überblick

Was versteht man unter Prozessorientierung?

Ein ablauforientiertes bzw. prozessorientiertes Managementsystem begleitet alle wesentlichen betrieblichen Prozesse und durchleuchtet sie. Dies führt auch bei guter Organisation zu Optimierungsmöglichkeiten. Führungsprozesse sowie die Aufgaben der unterstützenden Bereiche werden ausdrücklich mit einbezogen.

Es sind für alle Funktionen:

  • die zu erfüllenden Aufgaben klar zu formulieren.
  • die Verantwortung und Zuständigkeit sowie die Schnittstellen zu definieren.
  • die zu ihrer Erfüllung erforderlichen Mittel bereitzustellen.
  • die Durchführung der Prozesse zu überwachen und bezüglich des Erfolges zu bewerten.
  • die Verbesserungsmöglichkeiten systematisch zu identifizieren und umzusetzen.

 

Integrierte Managementsysteme

Qualität, Umwelt, Arbeitssicherheit, Hygiene, Risikomanagement sind Themen, die Unternehmen heute vor große Herausforderungen stellen. Das Angebot an Managementkonzepte ist groß: ISO 9001, ISO 14001, EMAS, SCC, SCP, OHSAS 18001 u.v.m. So wertvoll all diese Konzepte auch sind, zwei Probleme lassen sie meist außer Acht:

  • Unternehmen vertragen auf Dauer nur ein einziges Managementsystem.
  • Managementsysteme, die sich an abstrakten Normen orientieren, gehen an der Praxis vorbei.

Diese Probleme können einfach gelöst werden. Betreibt ein Unternehmen verschiedene Managementsysteme in den Bereichen Qualität, Arbeitssicherheit und Umwelt simultan zueinander, besteht die Möglichkeit, die einzelnen Konzepte in einem „Integrierten Managementsystem“ zusammenzufassen und am Kern der Unternehmensorganisation auszurichten. Dadurch ist es möglich Zielkonflikte der einzelnen Systeme und den Aufwand bereits während der Implementierung, der Umsetzung und der weiteren Pflege zu reduzieren.

 

Ziele eines Integrierten Managementsystems:

  • Erstellung eine einheitliches Managementsystem für alle Anforderungen (z.B. Qualität, Umwelt, Sicherheit).
  • Standardisierung ähnlicher Aufgaben der verschiedenen Teilsysteme.
  • Abstimmung der Prozesse (z.B. Management Dokumentation, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) oder Audit Prozess) auf die Inhalte und Forderungen der einzelnen Standards.
  • Klare Definition und Zuordnung der Aufgaben.
  • Bereitstellung der notwendigen Informationen für den Nutzer auf eine leicht verständliche und handhabbare Weise.

  

Motivation und Vorteile eines Integrierten Managementsystems:

  • Prozesse und Anforderungen lassen sich abgleichen.
  • Klare Ausrichtung der einzelnen Funktionen des Integrierten Managementsystems auf die Prozesse/Wertschöpfung.
  • Zusammenführung des Know-how´s der Prozessbeteiligten und Managementsystem-Spezialisten.
  • Erzielung einer risikoorientierten Wertsicherung: Prozessschritte mit Risiken werden identifiziert und geregelt.
  • Übertragung der Verantwortung auf die Prozessebene. Die Stabsstellen beraten den Prozessverantwortlichen/-beteiligten.

Durch die notwendige und intensive Auseinandersetzung des Unternehmens mit den schon existierenden und in der Zukunft benötigten Prozessen, erhält das Integrierte Managementsystem bereits beim Aufbau einen großen Stellenwert bei den Mitarbeitern.

Die Prozesse und damit das effiziente Zusammenwirken der gesamten Prozesslandschaft bilden den Rahmen des Managementsystems. Die Herausforderung bei Aufbau, Implementierung und Weiterentwicklung eines Integrierten Managementsystems besteht darin, spezifische Anforderungen und Aufgabenstellungen der Interessenpartner und Themen wie Qualität, Umwelt und Arbeitssicherheit zu berücksichtigt und mittels sinnvoll verknüpfter Prozesse und abgestimmter Regelungen wirtschaftlich optimal und im Sinne der Beteiligten zu realisieren.

Neben der Berücksichtigung von externen Anforderungen, gibt es auch Voraussetzungen welche innerbetrieblich, vor allem in den Köpfen der am Managementsystem beteiligten Personen, vorhanden sein müssen. So sollten nachfolgende Leitgedanken im Bewusstsein und der Handlungsweise von Führungskräften und Mitarbeiter zu finden sein.

 

Erweiterung und Integration der Prozessarchitektur

Ausgangsbasis für die Integration ist die bestehende Prozesslandschaft der Organisation. Bei einem eingeführten Managementsystem muss daher nicht wieder bei „Null“ begonnen werden.

Wenn das bestehende Managementsystem bereits prozessorientiert aufgebaut wurde, lässt es sich problemlos erweitern, indem die zusätzlich geforderten Prozesse der Umwelt- und/oder Arbeitssicherheit wie Bausteine, dem bestehenden QM-System zugefügt werden bzw. neue Anforderungen in bereits definierte Prozesse integriert werden.

Es kann auf bereits entwickelte Werkzeuge, wie die Prozessarchitektur, Prozessbeschreibungen etc zurückgegriffen und der Soll-Ist-Abgleich fortgeführt werden (Analyse der bestehenden Prozesse bzgl. der Anforderungen aus den Umwelt- oder Arbeitssicherheitsrichtlinien (z.B. der ISO 14001:2004, OHSAS 18001:2007, SCC, etc.).

Die Prozesse sind ggf. zu modifizieren oder es sind neue Verfahren für die Organisation zu entwickelt.

 

Unsere Leistungen

  • Aufnahme des IST-Zustandes der bestehenden Organisation und der Prozesse.
  • Einführung der am Projekt beteiligten MitarbeiterInnen.
  • Beratung und Unterstützung beim Aufbau bzw. Anpassung der vorhandenen oder neu zu implementierenden Teilsysteme und Prozessstrukturen in einem Integrierten Managementsystem.
  • Anpassung der vorhandenen MM-Dokumentation (MM-Handbuch, Prozessbeschreibungen, Anweisungen und Hilfsmittel).
  • Durchführung und Auswertung von internen Audits.
  • Unterstützung bei der Erhebung und Planung von Mitarbeiterschulungen sowie Durchführung von Mitarbeiterschulungen.
  • Angebotslegung für die Zertifizierung des Integrierten Managementsystems durch unseren langjährigen Partner BUREAU VERITAS.
  • Unterstützung während des gesamten Zertifizierungsprozesses.

Für nähere Informationen zu unseren Leistungen in diesem Bereich kontaktieren Sie bitte den Ansprechpartner der WINTER MANAGEMENT CONSULTING GmbH per E-Mail office@winter-m-consulting.at oder telefonisch unter folgender Nummer: +43 (3858) 3848-11.